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Verbrauchssenkungen jenseits aller Erwartungen

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In nur vier Jahren hat die tschechische Spedition Vapas ihren Kraftstoffverbrauch um 10 Prozent gesenkt. Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren regelmäßige Seminare, in denen den Fahrern vermittelt wurde, wie sie das Maximum aus modernster Volvo Technologie herausholen können.
Bessere Kenntnisse bezüglich der Nutzung von Volvo Technologie haben bewirkt, dass der Kraftstoffverbrauch des Unternehmens seither um 10 Prozent gesunken ist.

Die anstehende Zuckerrübenernte ist eine hektische Zeit für Fuhrparkleiter Petr Šišlák und die Fahrer von Vapas. In den nächsten drei Monaten müssen die Fahrzeuge des Unternehmens rund um die Uhr auf Achse sein. Dabei sind sie nicht selten auf unbefestigten Wegen, Wiesen und Feldern sowie auf schmalen und steilen Nebenstraßen unterwegs. „Die Beschaffenheit des Transportgewerbes in der Tschechischen Republik bringt hohe Anforderungen in Sachen Kraftstoffverbrauch mit sich“, sagt Petr Šišlák, während er einen Lkw an der firmeneigenen Zapfsäule volltankt. Beim Einsteigen in das Fahrerhaus fügt er hinzu: „40 Prozent unserer Gesamtkosten entfallen heutzutage auf Kraftstoff. Hinzu kommt ein erbitterter Wettbewerb. Wir mussten uns unbedingt einen Wettbewerbsvorteil sichern. Dann fiel uns ein, dass man die Ausbildung unserer Fahrer verbessern könnte.“

Schon früh interessierte sich Petr Šišlák für alles, was mit dem Transportgewerbe zu tun hatte, und träumte davon, Lkw-Fahrer zu werden.

Mehr als zwanzig Jahre ist es her, dass er als Fahrer bei Vapas anfing. Zwischendurch saß er auch für zwei andere tschechische Speditionen am Steuer, doch seit fünf Jahren ist er wieder bei Vapas. Als Fuhrparkleiter ist er heute dafür zuständig, die laufenden Kosten des Betriebs zu senken. Da mittlerweile jeder zweite Lkw aus dem Fahrzeugbestand ein Volvo ist, verbrachte Petr Šišlák das erste Jahr mit Testfahrten, um sich ein Bild von der Volvo Technologie zu machen. Dies half ihm zu verstehen, wie die damaligen Dynafleet-Werte zustande kamen und wie er und die Fahrer die Technologie besser nutzen könnten.

„Wir brauchen leistungsstarke Trucks, die nicht nur sicher ans Ziel kommen, sondern auch sparsam mit Kraftstoff umgehen. Wir sind stets auf der Suche nach neuen Funktionen, die uns dabei helfen können, Kraftstoff zu sparen.“

„Ein moderner Volvo Truck ist wie ein Computer. Er ist in der Lage, das Maximum aus einem möglichst niedrigen Kraftstoffverbrauch herauszuholen. Ein Mensch, der acht Stunden am Steuer sitzt, kann da nicht mithalten. Allerdings müssen unsere Fahrer genau wissen, wie man die Systeme benutzt. Ich würde sagen, dass der Erfolg unseres Unternehmens zu 80 bis 90 Prozent davon abhängt“, erklärt Petr Šišlák.

Nach der einjährigen Analyse des Ist-Zustands beschloss er die Einführung wöchentlich stattfindender Trainings unter der Leitung von Ausbildern von Volvo Trucks. Was Dynafleet betraf, lag die Leistung der Fahrer damals im roten Bereich. Petr Šišlák führte diese Tatsache darauf zurück, dass er und die Fahrer einfach nicht genug wussten.

Der Dynafleet Verbrauchseffizienzwert
Eine Punkteskala von 1 bis 100 gibt Aufschluss darüber, wie effizient das Fahrzeug bewegt wird. Für die Messung der fahrerischen Leistung gibt es drei Farben:
Rot: 1 bis 50 Punkte: mangelhafte Leistung.
Gelb: 50 bis 80 Punkte: Raum für Verbesserungen.
Grün: 80 bis 100 Punkte: ausgezeichnete Performance.

 

Heute liegt die Leistung aller Fahrer im grünen Bereich. Zudem halten die Fahrer ihre Werte im Blick, bitten ihren Fuhrparkleiter um Rat und versuchen sich jeden Monat zu verbessern.


„Jetzt machen wir uns die Dynafleet-Werte hundertprozentig zu eigen. Das Ganze ist wie ein Steckbrief, der Auskunft über die Stärken und Schwächen der einzelnen Fahrer gibt und sie belohnt, wenn sie sich in bestimmten Bereichen verbessern. Ich habe Fahrer erlebt, die ihren Kraftstoffverbrauch innerhalb eines Jahres um bis zu 25 Prozent reduziert haben.“


Dass Petr Šišlák Feuer und Flamme für seinen Beruf ist, ist offensichtlich. Er erklärt, dass dies zum Teil an seinem Interesse für technische Neuerungen liegt. Wegen der rauen Einsatzbedingungen behält Vapas seine Lkw lediglich drei Jahre. Das Positive daran: Der Fahrzeugbestand ist stets auf dem neusten Stand. Petr Šišlák findet es großartig, dass er sich mit den modernsten Lkw der Welt beschäftigen darf, und steht ständig mit Volvo Trucks in Kontakt, um sich nach den neusten Lösungen zu erkundigen. Außerdem achtet er sorgfältig darauf, dass jeder Lkw so ausgestattet wird, dass er bestens für die jeweiligen Einsatzbedingungen geeignet ist.

„Für mich ist das überarbeitete I-See ein Volltreffer, weil ich damit besser mit meinem Truck kommunizieren kann.“

„Im Prinzip brauchen wir leistungsstarke Trucks, die nicht nur sicher ans Ziel kommen, sondern auch sparsam mit Kraftstoff umgehen. Aber da wir unterschiedliche Aufgaben verrichten, brauchen wir auch unterschiedliche Motorleistungen und Getriebeabstufungen. Manche unserer Fahrzeuge müssen vorn und hinten mit einer Luftfederung ausgestattet sein, damit sie mit unwegsamem Terrain zurechtkommen, ohne Schaden zu nehmen. Zudem sind wir stets auf der Suche nach neuen Funktionen, die uns dabei helfen können, Kraftstoff zu sparen“, sagt er. Vor zwei Monaten bot Petr Šišlák Volvo Trucks an, die neuste Verbrauchsoptimierungsfunktion des Unternehmens zu testen. Seither unternehmen er und einige der Fahrer Testfahrten mit zwei Volvo Trucks, die mit der neusten Version von I-See ausgestattet sind, deren kartengestützte Software Streckendaten aus der Cloud bezieht.


Da das System genau weiß, wie es unterwegs weitergeht, senkt es die Betriebskosten und entlastet den Fahrer. Wie Petr Šišlák berichtet, sanken die Verbrauchskosten im ersten Monat der Erprobung um 9,9 Prozent.


„Ich muss zugeben, dass mich dieser Wert schockiert hat. Schließlich sind 22 Liter bei einem Lastzug, der im Schnitt 15 Tonnen geladen hat, ein ausgezeichneter Wert. Auch die Fahrer sind von der neuen I-See-Software begeistert. Sie sagen, dass sie nichts Besseres kennen. In Sachen Verbrauch wird diese Funktion also eine wichtige Rolle für uns spielen.“


Einer der Fahrer, die das neue System ausprobiert haben, ist Josef Truksa, der seit Jahren bei Vapas beschäftigt ist. Heute holt er in der Gegend um Drnoholec Zuckerrüben ab, die für die örtliche Zuckerraffinerie in Vapas’ Heimatort Hrušovany nad Jevišovkou bestimmt sind.


„Für mich ist das überarbeitete I-See ein Volltreffer, weil ich damit besser mit meinem Truck kommunizieren kann. Es macht die Arbeit des Fahrers viel leichter. Außerdem hat das System den Kraftstoffverbrauch deutlich gesenkt“, sagt Josef Truksa.

Für ihn war das Fahren mit diesem speziellen Lkw insofern vorteilhaft, als er und die anderen Fahrer verbrauchsabhängige Prämien erhalten. Bei den Fahrern ist das Prämiensystem durchaus beliebt, und Josef Truksa sagt, dass dieser Anreiz und das Fahrertraining ihn und seine Kollegen zu besseren Leistungen anspornen. Einige von ihnen liefern sich sogar einen nicht ganz ernst gemeinten Wettstreit, und wenn sie unterwegs Hilfe brauchen, wenden sie sich an Petr Šišlák. Das ist etwas, worüber sich der Fuhrparkleiter sehr freut.


„Im Prinzip bin ich eine Art Trainer, und diese Aufgabe macht mir große Freude. Ich gebe meine Erfahrung an andere weiter und habe die Gewissheit, dass es sich lohnt. Dabei geht es nicht nur um das Transportgeschäft, sondern auch um die Fahrer, die heutzutage eher im Hintergrund stehen“, so das Fazit von Petr Šišlák.  

Über Vapas

Gründungsjahr:
1993.

Firmeninhaber:
Josef Záruba.

Anzahl Mitarbeiter:
300.

Anzahl der Lkw:
200, darunter 100 Volvos.

Gesamtzuggewicht:
45 Tonnen.

Verweildauer (Lkw):
3 Jahre.

Hauptfracht:
Zuckerrüben, Raffinade, Getreide, Sand, Kies (vor allem Schüttgut jeder Art).